Berggeister

Felsen, Bach und Berge - anders - gesehen
 
Naturgeister
gesehen und fotografiert
von
Silence
der Samen eines Ahornbaumes


Im tiefsten Süden,versteckt in den Bergen, ist eine der schönsten Gegenden von Deutschland,
ein Naturwunder
- und die Heimat der Felsen- und Bachgeister. -
Ihr glaubt das nicht? Dann kommt mit, ich zeige es euch.

 
   
   
 
Zuerst müssen wir quer durch einen großen Wald,
und dieser Baum ist der einzige Wegweiser, den es gibt.

Aber wenn ich mir das Gesicht so anschaue,
vielleicht warnt er uns auch,
eine Grenze zu überschreiten?
 
 
 
Das wichtigste sind wasserfeste Schuhe,
denn der Weg führt fast immer im Bachlauf den Berg hinauf.

Und nun ist Zeit für ein kurze Erklärung:
Wir befinden uns im Kalksteingebirge,
und im Laufe vieler Jahrtausende hat dieser kleine Bach
bis zu 4 m tiefe Löcher in den Felsen gefressen.
In dieser Gegend wird keine Landwirtschaft betrieben,
die Natur ist sich vollkommen selbst überlassen.

Diese Wanderung darf nur bei schönem Wetter gemacht werden,
denn bei Regen verwandelt sich der kleine Bach
innerhalb kurzer Zeit in einen reißenden Wildbach,
und die enge Schlucht bietet nur an wenigen Stellen ein Entkommen.

Nur selten finden Fremde den Weg hierher,
und wer die Gelegenheit hat, hier zu wandern,
sollte dies mit offenen Augen tun,
dann wird er diese Eindrücke nicht mehr vergessen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hier wäre ich am liebsten geblieben, aber "schwächeln" gilt nicht
Na, ich habs doch geahnt, jetzt ist es Schluß mit Romantik.
 
An diesem Wasserloch
habe ich mein erstes unfreiwilliges Bad genommen.

Diese Felsen sind sowas von rutschig
- oder mögen sie es nicht,
wenn man auf Ihnen herumsteigt?
 
 
 
 
 
Es gibt nur einen Weg . . .
immer mittendurch
 
 
Jetzt weiß ich schon, daß hinter jeder Biegung
ein tiefes Wasserloch liegt, in das man hineinfallen kann
 
 
Eine Badewanne voll mit Kamillentee, bewacht von Felsengeistern.
Da sind wir hochgeklettert. (ganz stolz bin!)
 
 
 
 
 
 
Um da rauf zu kommen, muß man schon sehr fit sein, deshalb
legen wir eine Pause ein und kühlen uns ab,
nass sind wir sowieso schon.
 
 
Ein Blick nach oben - und nach einer sehr anstrengenden Kletterei
ein Blick zurück.
 
 
Immer höher und steiler geht es hinauf
und immer felsiger und anstrengender wird es.
 
 
Nach einem Blick auf diese Felsen hätte mich fast der Mut verlassen,
aber wo ein Wille ist.....
 
Und hier ist das Ziel unserer Kletterei:

Das geheime Badezimmer der Berggeister.

Bewacht von Felsen,

die alles andere als einladend dreinschauen.
 
 
 
 
 
Wer sich traut, kann baden, Dusche inklusive, mit freiem Blick auf den Himmel
bewacht (oder beobachtet?) von steinernen Gesichtern.
 
 
Leider müssen wir uns jetzt schon an den Abstieg machen.
Es heißt zwar, runter geht es leichter als rauf,
 
 
aber  hier gilt das nicht unbedingt.
Der Ausgang aus dieser wunderschönen Gegend.


Eine kleine Warnung:
Versucht nicht, diese Gegend auf eigene Faust zu entdecken.
Dieser Bachlauf ist nicht nur geheimnisvoll, sondern auch geheim.
Kein Einheimischer wird einem Touristen den Weg dorthin zeigen, und alleine werdet ihr euch hoffnungslos verirren.
Die Felsengeister werden euch in die Irre führen, und außer nassen Füßen werdet ihr nichts mit nach Hause bringen.

 

Dieser "Reisebericht" ist ein Danke für P.,
der mich zu der Klettertour überredete,
weil er überzeugt war, daß er mich heil hoch und wieder runter bringt.

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Alle dieseFotos sind von mir selbst fotographiert.
Ich möchte nicht, daß ihr diese Bilder herunterladet und auf eurer eigenen Homepage zeigt.

  © 09.09.2003 by Silence